70.200 Samples in 33 Sekunden

27. August 2008 Manuva

jahrelang bin ich von der AKM als “sehr geehrter herr kapellmeister” angeschrieben worden. und wer einmal versucht hat einblick in seine abrechnungen zu erlangen oder einfach nur ein paar songs anmelden wollte, der weiss, wie langsam die verwertungsgesellschafts-mühlen mahlen…. deshalb beide daumen hoch für johannes kreidler, der ein Stück komponiert hat , in dem 70.200 Samples verwendet wurden und er jedes Schnipselchen auf analogem wege bei der GEMA anmelden wollte.

Ich möchte mit der “Materialisierung” der Urheberrechtsfrage im digitalen Zeitalter eigentlich eine Lösung erzwingen. Die haben dann ja ein handfestes Problem, diese Formularberge abzuarbeiten“, erklärt Kreidler.

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4 Reaktionen zu “70.200 Samples in 33 Sekunden”
  1. Alex-Thunder

    haha. richtig so!

  2. Mahdi

    respect!

  3. Thomas

    Mich würde interessieren wieviel man für ein Sample so abdrücken muss im Durchschnitt. Kenne mich mit AKM und Gema nicht aus aber es interessiert mich sehr

  4. Manuva

    @ thomas: das ist wirklich schwer zu sagen. es gibt auch logischerweise grosse unterschiede zwischen usa und hier bei uns (europa). wenn man ein sample verwendet, “muss” man das mit dem sample-urheber klären. dann kann man sich entweder darauf einigen, dass man ihm einmal etwas zahlt oder (und das ist fast immer der fall) man beteiligt ihn an den tantiemeneinnahmen. samy deluxe hat zum beispiel 2001das sample von “barclay james harvest - the song” bei seinem “weck mich auf” nicht geklärt. er war damit glaub ich sogar top 5 in deutschland. er wurde dann verklagt und musste die gesamten tantiemen abgeben. das tut weh.

    bei johannes kreidler`s aktion gehts eigentlich nicht um die kohle, sonder viel mehr darum zu zeigen, wie wenig die verwertungsgesellschaften auf die entwicklungen der letzten jahre reagiert haben.

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